Super Mario 3D Land

Peach ist mal wieder mit Bowser durchgebrannt. Grund für Mario sich wieder auf Rachejagd zu begeben und sämtliche Bewohner des Pilzkönigreiches dabei kaltzumachen. Ganz im Stile von Taken-Protagonist Liam Neeson “I will look for you, I will find you, and I will kill you.” Bowser wird leiden müssen, so viel steht fest.

Mein erstes Videospiel war Super Mario Land 2 für den Gameboy. Schön. Seit dem habe ich nie wieder Mario gespielt. Also zumindest die typischen Singeplayer Jump ‘n Runs der Mario-Reihe. Um die “freundschaftszerstörenden” Mario Karts, Smashes und Parties kommt man natürlich nicht rum. In meinem Freundeskreis stand dieses Mario Extrembolzen übrigens auch hoch im Kurs. Ich hab immer so im Gefühl, dass das kaum noch einer kennt. Die Reihe wurde ja scheinbar auch aufgegeben, leider.

Nun hatte ich das plötzliche Verlangen nach einem geschmeidigen Platformer. Da bleibt einem natürlich nichts anderes übrig als die Spieleansammlung des kleinen Bruders anzuzapfen. Da muss es doch sowas zu finden geben. Super Mario 3D Land. Der Titel kommt mir schwer bekannt vor, nur das 3D lässt mich erst einmal zweifeln. Stellt sich aber heraus, dass dieses mehr als gelungen sein soll und das Spiel als eines der wenigen Pro-3D-Vertreter heraussticht. Schön, sieht bestimmt toll aus, aber ich hab nur einen 2DS. Anfangs hatte ich tatsächlich leichte Probleme beim Einschätzen des Tiefeneffektes und von Entfernungen. Stehe ich jetzt unter, hinter, vor, auf oder neben dem Block? Das Mehrebenensystem hat meinen Kopf zerf…ressen. Vielleicht lag’s ja am fehlenden 3D-Effekt, vielleicht auch einfach am spielerischen Unvermögen. Da man von einem Mario auch eher eine gewisse Einfachheit erwartet und das meiste auf Anhieb funktioniert, hatte ich nicht erwartet, dass das Spiel es an einigen Stellen doch schafft mir den inneren Wutkasper zu entlocken.

Super Mario 3D Land ist genau diese Art von Spiel, die man unterwegs im Zug, zu Besuch bei Oma, oder wenn einen die Langeweile-Zwischendurch ergreift, kurz auspackt und dann genüsslich ein paar Level absolviert. Oder wie in meinem Fall einfach an einem Stück. Denn ich hatte, durch die lange Abwesenheit von Jump’n’Runs in meinem Leben. etwas nachzuholen. Und man gerät auch einfach in einen Flow. Schöne Optik, fröhliche Musik und viele nette Levelideen. Von Unterwasserwelten mit behäbiger Steuerung, Wüstenlandschaften mit Raketenwürmern wie bei Tremors, idyllischen Hügelgebieten, abstrakten geometrischen Formwelten und Luftschiff-Bosskampfaction bis hin zum Fahnensprung am Levelende. Das ist Super Mario.

Aber wenn Peach aus Bowsers Klauen entrissen, die Toads Freudenschreie von sich geben und Bowser wieder einsame Zeiten mit sich selbst, in seinem schlosseigenen Lavapool verbringen muss, dann ist auch wieder gut und das Spiel kann beiseite gelegt werden. Sorry Luigi. Wenigstens konnte das Spiel meinen DS vor der nahenden Verstaubung bewahren.

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