Das Prinzip eines Babysitters ist denke ich jedem bekannt. Die unerreichbare, reife attraktive, smarte, Person, die einem das Gefühl von Wichtigkeit gibt und erste emotionale Reize hinsichtlich des Erwachsenwerdens auslöst. In Amerika zumindest. Achso, und sie wird dafür bezahlt auf dich aufzupassen und Zeit mit dir zu verbringen. Der Film von McG – was denkt der Typ eigentlich wer er ist, sich einfach McG zu nennen – spielt mit diesem Prinzip und verpackt darin eine Slashercomedy. Man bekommt außerdem endlich mal Einsichten in die Geschehnisse des Restabendprogrammes eines Babysitters, nachdem dieser seinen „Job“ des zu Bette Bringens erledigt hat.

Cole, der typische junge Loser-Protagonist, ist eigentlich schon zu alt für einen Babysitter als sich seine Eltern eines Abends auf ein Wochenende für zwei begeben. Der erste Teil des Films präsentiert uns einige Charaktere und auch Ängste sowie Selbstzweifel des Loser-Protagonisten. Könnte also auch als cringey coming-of-age Geschichte durchgehen. Allerdings offenbaren sich dann Babysitterin Bee und ihre okkultistischen Freunde als Serienmörderkollektiv, welches ihre Wochenendabende mit Bluträuschen verbringt. Nun beginnt für unseren Loser-Protagonisten ein „Kampf gegen alle“. Ein bisschen die Modern-Hardcore Version von Kevin allein zu Haus.

Die Sound- und Musiktechnische, aber auch die bildhafte Untermalung weiß zu überzeugen. Synthetische Sounds und ballernde Beats unterstützen das Geschehen. Charaktere werden mit plakativen Schriftzügen vorgestellt. Wirkte fast wie bei Endbossvorstellungen in Videospielen.

Oft war ich kurz davor einen Cringelevel-Overload zu erleiden, aufgrund der übertrieben klischeebeladenen Charaktere und Dialoge. Aber meistens kriegt der Film, durch einen humoristischen Bruch in allerletzter Sekunde, dann doch noch die Kurve. Und dann wirkt alles am Ende doch irgendwie faszinierend lächerlich. Der Ablauf des FIlms ist zwar von Anfang an vorherzusehen, aber irgendwie kriegt er es trotz allem hin – wahrscheinlich alleine durch die gute Sound und Bildpräsentation – die Aufmerksamkeitsspanne aufrecht zu erhalten. Die Verpackung macht eben doch einiges aus.

Eigentlich soll man sie ja nicht mögen, die verkackten Bullies. Aber Jeremy und sein Fahrrad Cindy waren mein kleines Highlight. Ooh Wah ooh wah.

 

RIP Cindy

 

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