Schon wieder Montag. Demnach steht auch ein erneuter Media Monday vom medienjournal-blog an. Lückentext in fett, meine Antworten in kursiv.

Media Monday #396

1. Nach dem „Japanuary“ folgt bald schon der „Followbruary“. Einer meiner liebsten Filme, den ich jedem gerne empfehle, welcher vielleicht auch etwas abseits der Mainstream-Wahrnehmung existiert, ist Tremors. Ein Feel-Good-Horrorfilm aus den 90ern, in dem riesige Raketenwürmer aus dem Wüstenboden schießen um die bereits geringe Bevölkerungsdichte, in einem kleinen Vorort in Nevada, noch weiter zu minimieren versuchen. Da die Würmer nur durch „weichen“ Boden hindurchstürmen können, lebt der Film von einem sehr amüsanten „Der Boden ist Lava“ Prinzip, nach welchem die Protagonisten auf der stetigen Suche nach festem Untergrund sind, im Wüstenstaat Nevada. Im Fokus stehen besagte Raketenwürmer, eine Seismologin sowie zwei ortsansässige Freunde. Der Film ist wahrscheinlich unglaublich dumm, hat für mich aber besonderen nostalgischen Wert. Abgesehen davon halte ich den Film trotz einer fehlenden intellektuellen Komponente für durchaus schaubar. Denn er ist charmant, teils wirklich witzig, und wirkt einfach handgemacht. Keine trashigen Computeranimationen oder unsäglichen Greenscreen Hintergründe. Durch die charmanten Interaktionen zwischen Charakteren sowie die spürbar sengende Hitze und die körnige Sandigkeit bekommt man ein gutes Vor-Ort-Sein-Gefühl. Vielleicht kein Film von unglaublichem Mehrwert, aber ein sympathischer Film.

2. Schön und gut, dass das Jahr noch jung ist, aber ein wichtiger Punkt auf meiner To-Do-List für 2019 ist endlich mal Red Dead Redemption 2 abzuschließen. Wie soll mir dies allerdings gelingen, wenn der Inhalt dieses Spiels so unermesslich scheint und zudem nun auch noch das Resident Evil 2 Remake erschienen ist, welches mich das Wochenende über komplett vereinnahmt hat.

3. Ari Aster mit seinem Debüt-Langfilm Hereditary ist für mich die absolute Neuentdeckung des vergangenen Jahres, denn seit langem hat mich kein Horrorfilm mehr so verstört hinterlassen. Hereditary hat eine so durchgehend bedrückende Atmosphäre, dass man stets auf einen Moment der Erleichterung oder gar Heiterkeit hofft, vergeblich. Oder doch nicht?

4. Ginge ich nicht nach Plot und Dramaturgie, sondern nur nach den Schauwerten und optischer Opulenz, wäre sowas wie Vorfreude auf die Avatar-Fortsetzungen von James Cameron zu empfinden, durchaus denkbar und dann auch definitiv ganz vorne mit dabei, denn Cameron hat sich mit Terminator, Titanic, Aliens, Abyss und Avatar selbst, ja bereits als Experte auf diesen Gebieten bewiesen. 

5. Das schlimmste an der derzeitigen Kälte und Nässe draußen ist die Entstehung unzähliger Matschanhäufungen. Egal ob zu Fuß, mit Fahrrad oder Auto, das matschige Elend kennt keinen Halt, bzw. zu viel Halt.

6. Wohingegen das Beste an dem Wetter die erleichterte Rechtfertigung für ein gesamtes Wochenende innerhalb der eigenen Safezone, um Resident Evil 2 durchzuspielen, zu sein scheint.

7. Zuletzt habe ich ein Wochenende im vom G-Virus befallenen Raccoon City verbracht und das war ein denkwürdiges Erlebnis, weil ich winselte, schluchzte, laut vor Schrecken loslachte und generell auf der stetigen Flucht vor Dingen war, die mir in Resident Evil 2 den Angstschweiß aus den Poren kitzeln wollten. Das Spiel weiß es die Angst des Spielers zu schüren, durch Kulissen wie schmale dunkle Gänge und kniehohes Kanalisationsabwasser, in welchem sich undurchsichtig verhaltende Kreaturen befinden. Allerdings weiß es auch eine stabile Gameplayspirale aufrechtzuerhalten, in dem es den Spieler zwar mit Rätseln, Gegnern und Levelerkundung fordert, aber auch stets für die Mühen belohnt. Mit noch mehr Storyschnipseln, neuen Waffen und Munition, anschaulichem Leveldesign, und Saferooms in denen man Ruhe und Kraft tanken sowie Vorbereitungen treffen kann. Ach ne, doch nicht, denn mein Hort der Sicherheit wird fortan von einem stampfenden Riesenmutanten besetzt, welcher mit seinem blechernen Taint und getarnt in Mantel und Hut für mich derzeit die Inkarnation des Bösen darstellt. Er hat mir meinen Rückzugsort genommen! 

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Das Gesicht des Bösen ©Capcom

 

 

Titelbild: Tremors Filmposter ©Universal Pictures

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