Was Tyrion (Game of Thrones) und Chunk (Die Goonies) gemeinsam haben

Man kann wohl ohne Zweifel behaupten, dass Tyrion Lannister eine der populärsten Figuren aus dem Game of Thrones Kosmos ist. Mit seiner Schlagfertigkeit sowie offenen Ehrlichkeit katapultierte er sich schnell ganz nach oben auf der Beliebtheitsskala. Diese offene Ehrlichkeit beginnt er schon früh einzusetzen, als seine Rüstung, mehr oder weniger. Nämlich innerhalb eines Gerichtsverfahrens, wo er sich für Taten rechtfertigen soll, die er nicht begangen hat. Er beginnt seine vielen Sünden zu gestehen, nur eben nicht jene, die von ihm erwartet wurden. Dadurch schindete er Zeit und erspielte vielleicht auch Sympathien bei einem Gewissen Söldner, welcher ihm später noch aus der Patsche helfen sollte. Eine Parallele zum Erfinder des Truffle-Shuffles ist unverkennbar. Denn die offene Ehrlichkeit Chunks von den Goonies kommt in einer ähnlichen Situation zu Trage.

Die Originalszene des Geständnisses von Chunk aus den Goonies:

 

Mein Rewatch von Game of Thrones befindet sich noch in jungem Stadium, angekommen bei Episode 6 der ersten Staffel, fiel mir diese komödiantisch aufgeladene Parallele auf. Tyrion Lannister, der lüsterne Gnom, wird von Catelyn Stark gekidnappt, in der Annahme, dass jener es auf ihren kletterlustigen Sohn Bran abgesehen hat und verantwortlich für das versuchte Attentat auf diesen sei. Nun soll er sich für seine vermeintlichen Untaten rechtfertigen, vorm Himmelsgericht, in der Luftburg Catelyns Schwester. Der verzogene Prinz Robyn, noch nuckelnd an der Zitze seiner Mutter, aus seiner erhobenen Position, beginnt sich hier außerdem zu den zahlreichen unausstehlichen Figuren der Serie einzureihen. Sein Urteil ist klar: er will den “kleinen bösen Mann fliegen sehen.” Tyrion jedoch verlangt nach einem ordentlichen Gerichtsverfahren. Er beginnt aufzuzählen, zu erzählen, von seinen zahlreichen sündhaften Schandtaten. Im Anschluss wird er natürlich trotz allem verurteilt und zieht als letzte Konsequenz einen Trial by Combat in Betracht. Also ein Duell auf den Tod, ums Überleben. Nur wer soll für ihn antreten? Er selbst etwa? Das käme dem Freitod gleich. Mit seiner exponierenden Rede zuvor hat er anscheinend Sympathien beim Söldner Bronn erweckt, welcher sich nun im Kampf für ihn einsetzt und glorreich gewinnt. Eventuell hat auch Tyrions Reichtum hierbei eine Rolle gespielt, aber dann funktioniert meine Analogie nicht mehr. Außerdem war das Schmunzeln auf Bronns Gesicht deutlich sichtbar, also behaupte ich mal hier wurde aus Sympathie gehandelt. Ab hier beginnt also die innige Freundschaft zwischen Tyrion und Bronn, basierend auf Reichtum, nein, auf gegenseitig beruhender Sympathie natürlich.

In einer ähnlichen Situation befand sich Lawrence Cohen aka Chunk von den Goonies. In die Goonies begeben sich die Goonies auf eine abenteuerreiche Suche nach dem Schatz des einäugigen Willy. Diese Suche nimmt so einige Gefahren mit sich. Beispielsweise einen Höhlenzugang unterhalb eines verlassenen Gasthauses, welches zufälligerweise im Besitz einer Verbrecherbande ist. Während seinen Freunden die Flucht ins ausgeklügelte Höhlensystem gelingt, gerät Chunk ins Kreuzverhör der schurkenhaften Fratelli-Familie und soll seine Freunde und ihr Vorhaben verraten. Er sollte ihnen “alles” erzählen. Das tat er. So wie Tyrion. Dabei nahm er keinen Halt vor Einzelheiten. Jede seiner Schandtaten wird von ihm im Detail beschrieben. Eigentlich nichts von dem, was die Fratellis in Erfahrung bringen wollten, doch selbst diese können nicht anders, als dem emotionalisierten Burschen fasziniert zuzuhören. Er schindet ebenfalls unbewusst kostbare Zeit, gewinnt im Nachhinein auch noch die Sympathien des gutmütigen Sloth, welcher ihm und den Goonies später noch zur Hilfe stehen sollte.

tl;dr: Tyrion redet gerne und viel, Chunk redet gerne und viel, Tyrion rettet sich dadurch das Leben und gewinnt einen Freund fürs Leben, Chunk rettet sich dadurch vorm gemixert werden und gewinnt einen Freund fürs Leben. Ach, und frisurentechnisch sind die beiden sich auch erschreckend ähnlich.

Erfreulicherweise war ich nicht die einzige Person, die diese Parallele wahrnahm. Hier ein grandioser Crossover-Zusammenschnitt besagter Szene:

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